Planungsdokumente: Bebauungsplan 3-89 (Elisabeth-Aue Teilprojekt 1)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

Gehölzbiotope

Entlang des Blaubeerwegs erstreckt sich eine strukturreiche, von Hybrid-Pappeln überschirmte Feldhecke (07132512) überwiegend nicht heimischer Gehölze. Weiter südlich finden sich im Randbereich mehrere einschichtige oder kleine Baumgruppen (0715312) mit teilweise heimischen und nicht heimischen Baumarten. Diese Heckenstruktur stellt ein wichtiges Element mit Biotopverbundfunktion dar. Es hat durch Entnahme der Hybridpappeln und Neupflanzung einheimischer Gehölze ein erhebliche Entwicklungspotenzial.

In der an das Plangebiet angrenzenden naturnahen Grünanlage überwiegen „strukturreiche Laubgebüsche frischer Standorte (0710211, 0710221, 0710201), überwiegend heimische Arten“. Diese Bestände wurden mit der Anlage der Grünfläche in den 1990er Jahren angepflanzt und entwickeln sich durch das allmähliche Herauswachsen der Baumgehölze teilweise zu strukturreichen, mehrschichtigen Gehölzbeständen.

Folgende heimische Gehölze treten insbesondere auf:

  • Baumarten: Feld-Ahorn (RL-B: 3/RL-Bbg: V), Spitz-Ahorn, Birke, Hainbuche, Stiel-Eiche, Zitter-Pappel, Gewöhnliche Traubenkirsche, Silber-Weide
  • Straucharten: Gemeine Hasel, Weißdorn, Europäisches Pfaffenhütchen, Roter Hartriegel, Schlehe, Hunds-Rose, Salix spec. u. a.

Florenfremde Gehölzarten sind u. a.:

  • Baumarten: Eschen-Ahorn, Berg-Ahorn, Silber-Ahorn, Baumhasel, Walnuss, Hybrid-Pappel Populus x canadensis, Stein-Weichsel, Pflaume Prunus spec. sowie Robinie
  • Straucharten: Spierstrauch, Heckenkirsche, Weißer Hartriegel, Berberitze, Liguster, Armenische Brombeere, Flieder und Essigbaum

Grünlandbiotope und Staudenfluren in der angrenzenden naturnahen Grünanlage

In der an das Plangebiet östlich angrenzenden naturnahen Grünanlage am Regenrückhaltebecken kommen Grünlandbiotope und Staudenfluren vor. Die offenen Flächen in der naturnah angelegten Grünanlage werden zum Großteil von Frischwiesenbeständen eingenommen, die auf Ansaaten zurückzuführen sind. Als typische Arten von Grünlandansaaten wurden hier z. B. Riesen-Nelke, Felsennelke, Weitstacheliger Wiesenknopf oder Goldhafer beobachtet.

Im Kern der naturnahen Grünanlage finden sich großflächig artenreiche bzw. typisch ausgeprägte Frischwiesenbestände (051121), in Randbereichen verarmte Frischwiesenausprägungen (051122).

Gewässer und Verlandungsvegetation in der angrenzenden naturnahen Grünanlage

Die im folgenden beschriebenen Biotoptypen liegen nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplans.

Innerhalb des in den 1990er Jahren angelegten Regenwasserrückhaltebeckens findet sich ein relativ ausgedehnter, insgesamt artenarmer Schilfröhricht-Bestand (022111). Neben dem dominant auftretenden Schilf Phragmites australis wurden erfasst: Sumpf-Segge, Echtes Mädesüß, Gemeiner Gilbweiderich, Wald-Simse (RL-B: V), Ross-Minze (RL-B: R). Während der Begehungen wurden keine Überstauungen innerhalb der Röhrichtfläche festgestellt. Im Bereich des kleinflächig ganzjährig wasserführenden Einlaufs befindet sich ein kleinteiliger Röhrichtbestand des Breitblättrigen Rohrkolbens (0221122). Neben dem Breitblättrigen Rohrkolben traten hier auch Gemeine Teichbinse (RL-B: 3) und Wald-Simse (RL-B: V) auf, die hier kleinflächig auch Dominanzbestände bilden (022119 – sonstige Großröhrichte). Die Röhrichtbestände fallen unter den gesetzlichen Biotopschutz nach § 30 BNatSchG und § 28 NatSchG Bln.