Planungsdokumente: Bebauungsplan 3-89 (Elisabeth-Aue Teilprojekt 1)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

1.2.1.3. Eigentumsverhältnisse

Die Flächen des Geltungsbereichs befinden sich nahezu vollständig im Eigentum der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft Elisabeth-Aue GmbH (EGE) als Tochtergesellschaft der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften HOWOGE und Gesobau. Nur die Straßenverkehrsflächen des Rosenthaler Weges sowie die Buswendeschleife in der Blankenfelder Straße sind im Eigentum des Landes Berlin.

1.2.1.4. Verkehrserschließung

Die unmittelbare Erschließung des Plangebiets erfolgt für alle Verkehrsarten über den Rosenthaler Weg und die Blankenfelder Straße.

Motorisierter Individualverkehr (MIV)

Die Flächen der Elisabeth-Aue sind im Osten über die Blankenfelder Straße/ Buchholzer Straße und im Süden über den Rosenthaler Weg erschlossen. Über den Rosenthaler Weg ist das Plangebiet an die westlich liegende Blankenfelder Chaussee (B 96a) und folglich das übergeordnete Straßenverkehrsnetz angeschlossen. Anschluss an die Autobahn A10 besteht über den Zubringer A 114.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Insgesamt ist das Plangebiet gut über den bestehenden Bus- und Straßenbahnverkehr mit Zubringerfunktion an das S- und U-Bahn-Netz erschlossen. Die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 50 Guyotstraße befindet sich südöstlich des Plangebiets auf Höhe der Straßenbahnwendeschleife. Bis zur nordöstlich des Plangebiets gelegenen Buswendeschleife in der Blankenfelder Straße verkehren die Buslinien 124, 154 und 259. Die Buslinie 124 wird entlang des Rosenthaler Wegs geführt, sodass auch eine Buserschließung aus südlicher Richtung möglich ist. Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 50 in das Gebiet ist im Rahmen der Entwicklung des NSQ beabsichtigt. Darüber hinaus endet derzeit die Straßenbahnlinie M1 ca. 1,5 km Luftlinie südlich des Plangebiets (Endhaltestelle Schillerstraße). Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie M1 in das neu entstehende Stadtquartier ist langfristig ebenfalls angedacht.

Fuß- und Radverkehr

Der Rosenthaler Weg und ein Teil der Blankenfelder Straße verfügen beidseitig über separate Rad- und Fußwege. Über diese lassen sich die umliegenden ÖPNV-Haltestellen, sowie das übergeordnete Radverkehrsnetz erreichen. Nordöstlich des Plangebiets, auf Höhe der Buswendeschleife, enden die Rad- und Fußwege der Blankenfelder Straße. Gemäß Berliner Mobilitätsgesetz gehört die Blankenfelder Straße bis zum Rosenthaler Weg zum Radvorrangnetz, der Rosenthaler Weg und die B 96a zum Ergänzungsnetz. Entlang der B 96a erfolgt im Bereich des Plangebiets die beidseitige Führung der Fuß- und Radwege gemeinsam. Im Bestand weist das Radverkehrsnetz insgesamt verschiedene bauliche sowie anlagenseitige Defizite auf. Da die Elisabeth-Aue als landwirtschaftliche Fläche genutzt wird, bestehenden aktuell keine öffentlichen Rad- und Fußwege innerhalb des Plangebiets.

Ruhender Verkehr

Entlang des Rosenthaler Wegs und in dem östlich gelegenen Siedlungsstraßennetz befindet sich ein ausgeprägtes Angebot öffentlicher Stellplätze, überwiegend unbewirtschaftet und ohne zeitliche Beschränkung. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt es vereinzelt im Bereich der Haltestellen für den ÖPNV.

1.2.1.5. Einrichtungen der sozialen Infrastruktur und Gemeinbedarfseinrichtungen

Die Elisabeth-Aue befindet sich gemäß „Entwicklungskonzept soziale und grüne Infrastruktur (2016)“ im Prognoseraum 2 der Bezirksregion II „Nördliches Pankow“ (Planungsraum Blankenfelde) und grenzt im Osten an die Bezirksregion III, Planungsraum Buch.

Allgemeinbildende Schulen - Primarstufe

Die nächstgelegene Grundschule ist die Schule am Birkenhof im Ortsteil Französisch Buchholz in rund 1 km Entfernung. Sie befindet sich in der Schulregion 9 (vgl. Entwicklungskonzept soziale und grüne Infrastruktur (2016) des Bezirks Pankow). Das Plangebiet liegt in der Schulregion 8. Die in dieser Schulregion gelegenen Grundschulen befinden sich alle in einer Entfernung von mindestens 4 km südlich zum Plangebiet. Laut aktuellem Monitoring kann der aus dem Planvorhaben resultierende Bedarf an Grundschulplätzen nicht durch vorhandene Grundschulen im Umfeld des Plangebiets gedeckt werden, sodass ausreichende Kapazitäten im Planungsprozess mit bedacht werden müssen.

Allgemeinbildende Schulen - Sekundarstufe

Die nächstgelegenen Sekundarschulen im Einzugsbereich des Plangebiets sind die im Süden gelegene Konrad-Duden-Schule (ISS) sowie das Max-Delbrück-Gymnasium im Ortsteil Niederschönhausen, beide in rund 4 km fußläufiger Entfernung.

Das Schul- und Sportamt des Bezirks Pankow weist im Schulentwicklungsplan (SEP) für die Schuljahre 2021-2025 für das Schuljahr 2022/23 ein Defizit an Sekundarschulplätzen (SEK I) von mehr als 5.000 Plätzen aus, welches sich bis zum Schuljahr 2030/31 auf fast 8.000 Schulplätze erhöhen wird, wenn keine kapazitätssteigernden Maßnahmen erfolgen. Laut Monitoring 2023/24 fehlen derzeit 1.886 Plätze bzw. 19,0 Züge in der Sekundarstufe I (SEK I) an ISS und Gemeinschaftsschulen.

Aktuell wird davon ausgegangen, dass im Plangebiet eine ISS entsteht, wodurch sich das Schulplatzdefizit langfristig von 19,0 auf 12,5 Züge reduzieren würde. Die Bedarfe an 94 Grundschulplätzen, welche aus der Errichtung von ca. 870 Wohneinheiten (WE) im Teilprojekt 1 resultieren, können ggf. befristet in der ISS aufgenommen werden. Ein möglicher Bedarf an Schulplätzen von Geflüchteten könnte zusätzlich berücksichtigt werden.

An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der gesamten Elisabeth-Aue in der für das NSQ vorgesehenen Größe mit insgesamt ca. 5.000 WE einen, entsprechend Berliner Modell, zusätzlichen rechnerischen Bedarf von 540 Grundschulplätzen (4,0 Züge) erzeugt. Hierbei ist das Teilprojekt 1 miteingerechnet.

Kindertagesstätten

Die Versorgung im Bereich der Kindertagesstätten ist im Bestand ausgewogen. Aufgrund nicht eingetroffener Prognosen befinden sich derzeit zahlreiche freie Plätze in vorhandenen Kindertagesstätten im Umfeld des Plangebiets. In der Bezirksregion Blankenfelde / Niederschönhausen wird für das Jahr 2028 ein Überschuss an etwa 540 Plätzen in Kindertageseinrichtungen prognostiziert, in der direkt angrenzenden Bezirksregion Blankenfelde ein Überschuss von etwa 80 Plätzen. In Bezug auf die ca. 870 geplanten WE resultiert ein Wohnfolgebedarf von 85 Plätzen in Kindertageseinrichtungen. Zum jetzigen Stand ist davon auszugehen, dass die Wohnfolgebedarfe für Kindertageseinrichtungsplätze aus der Entwicklung des Teilprojektes 1 der Elisabeth-Aue teilweise durch den prognostizierten Überhang in der Bezirksregion Blankenfelde gedeckt werden können.

Jugendfreizeitstätten

Die Ausstattung mit Jugendfreizeitstätten zeigt bereits im Bestand hohe Bedarfe. Das gleiche trifft auf die Versorgung mit öffentlichen Spielplätzen zu. Aus der Entwicklung der Flächen der Elisabeth-Aue resultiert ein zusätzlicher Bedarf an Plätzen in Kindertagesstätten, in Jugendfreizeiteinrichtungen, an Stadtteilzentren und an Flächen für öffentliche Spielplätze sowie an öffentlichen wohnungsnahen Grünflächen.

Gedeckte und ungedeckte Sportanlagen

Im unmittelbaren Umfeld zum Plangebiet befinden sich gedeckte und ungedeckte Sportanlagen im Bereich der allgemeinbildenden Schulen der Primar- und Sekundarstufe. Sowohl auf Ebene des Bezirks als auch für den betrachteten Prognoseraum 2 Nördliches Pankow besteht vor dem Hintergrund der steigenden Einwohnerzahlen jedoch weiterer Bedarf nach gedeckten und ungedeckten Sportanlagen (vgl. Kapitel II.2.6.4).

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