Planungsdokumente: Bebauungsplan 3-89 (Elisabeth-Aue Teilprojekt 1)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

2.2.1.1.4. Schutzgut Luft

Aussagen zur Luftqualität im Planungsraum sind den Karten „03.12.2 Langjährige Entwicklung der Luftqualität – Emissionen“ des Umweltatlas Berlin basierend auf vorliegenden Daten von 2015 zu entnehmen. Danach ist die Belastung mit den relevanten Stoffen Feinstaub (PM 10 und PM 2,5) gering, für Stickstoffdioxid (NOx) gering bis durchschnittlich. Verursacher im Planungsraum ist der Verkehr und Hausbrand.

2.2.1.1.5. Schutzgut Klima

Mit der Klimaanalyse Berlin 2022 (Umweltatlas) liegen aktuelle Daten für die Beurteilung der klimatischen Ist-Situation vor. Weiterhin wurde eine klimaökologische Untersuchung zum Bebauungsplan 3-89 (GEO-NET 9/2025) durchgeführt. Weiterhin wurde für die vier Gewinnerentwürfe für die das Gesamtgebiet ein klimaökologisches Gutachten erstellt (GEO-NET 12/2025). Aus diesem lassen sich Wechselwirkungen zwischen dem B-Plan 3-89 und der geplanten Entwicklung auf der gesamten Elisabeth-Aue ableiten.

Das Plangebiet ist einschließlich der angrenzenden Freiflächen, Kleingärten und Baugebiete geringer Dichte bedeutsam für die Kaltluftproduktion. Der in der Klimaanalyse 2015 dargestellte hohe Kaltluftvolumenstrom, der von Nord nach Süd verläuft und in die angrenzenden südlichen Flächen wirkt („Einschätzung der klimatischen Situation und Hinweise für die städtebauliche Entwicklung“ Büro GEO-NET 2016), wird mit den neuen gesamtstädtischen Datengrundlagen 2022 und der klimaökologischen Untersuchung zum Bebauungsplan GEO-NET 9/2025 und 12/2025 nicht mehr bestätigt. Das gesamte Umfeld des Bebauungsplanes ist insgesamt überwiegend klimatisch entlastet, sodass es in der Nachtsituation keine signifikante Kaltluftbahn in Nord-Süd-Richtung gibt. Der belastete Bereich um den Hugenottenplatz wird durch die Kaltluft der Offenflächen bereits im Bestand nicht mit einer relevanten Temperaturdifferenz erreicht. Das weitgehend geschlossene Bebauungsband einschließlich der Straßenüberbauungen im Bereich der La Rochelle-Straße und Guyotstraße lassen keine Durchströmungen zu. Allerdings sind viele kleinere Austauschprozesse im Gebiet und Umfeld nach Norden und Süden vorhanden.

Zu unterscheiden sind die Nacht- und Tagsituation:

Nachtsituation

Die Modellierung der Nachtsituation um 4:00 Uhr morgens zeigt eine deutliche Kaltluftentstehung insbesondere auf den offenen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Temperaturunterscheide von 5–6 Grad bestehen zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flächen und dem Bereich um den Hugenottenplatz. Zum Höhepunkt der nächtlichen Kaltluftdynamik um 4:00 Uhr gelangt Kaltluft überwiegend in West-Ost-Ausrichtung in das Plangebiet. Die Kaltluftströme reichen von hier mit Reichweiten von 100–200 m allerdings nur geringfügig in die südöstlich angrenzenden Großsiedlungstrukturen hinein - die aufgrund wenig wirksamer Vegetation im Bestand belastet sind. Im Umfeld werden die dichter bebauten Siedlungsbereiche durch nahegelegene Grünflächen um den Krugpfuhl im Osten oder durch die Kleingärten/Freiflächen südlich des Rosenthaler Wegs gekühlt.

Die Offenlandflächen der Elisabeth-Aue haben damit eine geringere nächtliche Ausgleichsfunktion – in der näheren Umgebung sind keine größeren in der Nacht thermisch stark belasteten Siedlungsräume gelegen. Ausgenommen sind der Bereich La Rochelle-Straße und Guyotstraße, der aber aufgrund des durchgängigen Bebauungsstruktur einschließlich der Straßenüberbauung keine Durchlüftung zulässt. Im Bereich der Elisabeth-Aue ist kein übergeordneter Leitbahnkorridor vorhanden, da das Kaltluftgeschehen auf der Elisabeth-Aue eher einen lokalen, nicht übergeordneten und gerichteten Charakter hat.

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