Mit der Klimaanalyse Berlin 2022 (Umweltatlas) liegen aktuelle Daten für die Beurteilung der klimatischen Ist-Situation vor. Weiterhin wurde eine klimaökologische Untersuchung zum Bebauungsplan 3-89 (GEO-NET 9/2025) durchgeführt. Weiterhin wurde für die vier Gewinnerentwürfe für die das Gesamtgebiet ein klimaökologisches Gutachten erstellt (GEO-NET 12/2025). Aus diesem lassen sich Wechselwirkungen zwischen dem B-Plan 3-89 und der geplanten Entwicklung auf der gesamten Elisabeth-Aue ableiten.
Das Plangebiet ist einschließlich der angrenzenden Freiflächen, Kleingärten und Baugebiete geringer Dichte bedeutsam für die Kaltluftproduktion. Der in der Klimaanalyse 2015 dargestellte hohe Kaltluftvolumenstrom, der von Nord nach Süd verläuft und in die angrenzenden südlichen Flächen wirkt („Einschätzung der klimatischen Situation und Hinweise für die städtebauliche Entwicklung“ Büro GEO-NET 2016), wird mit den neuen gesamtstädtischen Datengrundlagen 2022 und der klimaökologischen Untersuchung zum Bebauungsplan GEO-NET 9/2025 und 12/2025 nicht mehr bestätigt. Das gesamte Umfeld des Bebauungsplanes ist insgesamt überwiegend klimatisch entlastet, sodass es in der Nachtsituation keine signifikante Kaltluftbahn in Nord-Süd-Richtung gibt. Der belastete Bereich um den Hugenottenplatz wird durch die Kaltluft der Offenflächen bereits im Bestand nicht mit einer relevanten Temperaturdifferenz erreicht. Das weitgehend geschlossene Bebauungsband einschließlich der Straßenüberbauungen im Bereich der La Rochelle-Straße und Guyotstraße lassen keine Durchströmungen zu. Allerdings sind viele kleinere Austauschprozesse im Gebiet und Umfeld nach Norden und Süden vorhanden.
Zu unterscheiden sind die Nacht- und Tagsituation: